Podere il Moro

Agriturismo
in der Provinz Siena, Toskana Italien


In der Umgebung des Agriturismo: die "Terre di Siena" - das Senesische Land

Das senesische Land
Ein sehr empfehlenswerter Ausflug, sowohl vom landschaftlichen Gesichtspunkt als auch wegen der vielen interessanten kleinen Kunstwerke, beides gilt für die Abbazia di Molte Oliveto Maggiore in Montepulciano.
Von Siena fährt man die Staatsstraße 326 ein kurzes Stück, danach folgt man der Beschilderung nach Asciano. Von dort weiter über die kargen "Crete Senesi", kommt man auf einer kleinen Anhöhe an, auf der sich, umringt von Zypressen, das Kloster Monte Oliveto Maggiore erhebt. Man folgt dann dem Tal des Flusses Ombrone bis nach Buonconvento, von wo aus man zwischen Olivenbäumen und Weinstöcken weiterfährt, an Montalcino vorbei. Von dort die Straße in Richtung S. Quirico d'Orcia, weiter folgend bis nach Pienza und Montepulciano.

Monte Oliveto Maggiore (Crete Senesi)
Die berühmte Abtei, ein Bauwerk der senesischen Kunst, gegründet 1313, ist das Mutterhaus der Monte Oliveto-Benediktiner. Die Abtei besteht aus mehreren Gebäuden, gebaut zwischen dem 14. und 18. Jahrhundert, einem mittelalterlichen Palazzo, der Kirche und dem Kloster.
Am beeindruckendsten sind die großzügigen Fresken, die sich entlang der Wände des Großen Kreuzgangs ziehen, sie stellen Episoden aus dem Leben des Sankt Benedikt dar. Der Freskenzyklus, eine Arbeit von Signorelli (1497-1498, zeigt 9 Geschichten) und von Sodoma (von 1505 an, zeigt 25 Geschichten), ist einer der bedeutendsten Renaissancemalereien. Interessant sind auch der Kleine Kreuzgang, die Bibliothek, der Speisesaal, die Bildersammlung und der Arbeitsraum der Mönche. In der Kirche sind bemerkenswert der Holzchor mit Intarsien, und in der Apotheke eine wichtige Vasensammlung aus dem 17. Jahrhundert.

Montalcino
Ein charakteristisches Städtchen in Panoramalage auf einem Hügel zwischen den Tälern des Ombrone und des Asso. Landwirtschaftliches Zentrum, bekannt für die Weinproduktion, wie den Brunello, den Rosso di Montalcino und den Moscadello. Sehenswürdigkeiten sind der Palazzo Communale (das Rathaus), die romanisch-gotische Kirche des St. Augustin und das Stadt- und Diözesanmuseum. Die Burg "La Rocca", von den Senesen 1361 gebaut, dominiert die Ortschaft von der Spitze des Hügels aus, fünfeckig, aus großen Steinen gebaut, mit Türmen und Bollwerken. Das Innere kann besichtigt werden, dort befindet sich auch eine Enoteca für die Verkostung lokaler Weine.
Empfehlenswert ist ein Ausflug zur Abtei San Antimo in 8km Entfernung.

Pienza (Val d'Orcia)
Das Städtchen wurde 1458 auf Wunsch von Papst Pio II, Enea Silvio Piccolomini, gegründet, der - kaum gewählt - das als Corsignano bekannte Örtchen umbauen lassen wollte. Diese Aufgabe übertrug er an Bernardo Rossellino, einen der größten florentinischen Architekten der Renaissance. Der Platz Pio II öffnet sich zur Ortsmitte, daran schließen sich unmittelbar die wichtigsten Bauwerke: die Kathedrale, das Rathaus, den Bischofspalast und den Palazzo Piccolomini, das Meisterwerk von Rossellino, für den er sich vom Palazzo Rucellai in Florenz inspirieren ließ. Bemerkenswert auch der Brunnen vor dem Palazzo Piccolomini, ebenfalls ein grandioses Werk Rossellinis. Besichtigen sollte man das Kathedralenmuseum.
Zu empfehlen ist auch ein Spaziergang (ca. 10 Minuten) bis zum Pfarrhaus von Corsignano, der kleinen Kirche des antiken Ortes, die ganz deutlich im Grünen zu erkennen ist.
Von den typischen Erzeugnissen aus dieser Gegend ist der geschätzte Pecorino-Käse aus Pienza zu erwähnen.

Montepulciano
Ist eine der am besten erhaltenen und charakteristischsten Renaissancestädtchen in der Toskana. In Panoramaposition auf einem Hügel über dem Piano della Chiana gelegen, ist Montepulciano auch ein wichtiges landwirtschaftliches Zentrum und bekannt für seine guten Weine.
Wenn man auf der Via di Gracciano fährt, befinden sich im vorderen Teil der Straße sehr elegante Gebäude, wie der 500 Jahre alte Palazzo Avignonesi und die Kirche des St. Augustin. Die Piazza Grande, am höchsten Punkt des Hügels, ist das bauliche Zentrum der Stadt. Sie ist umgeben von vornehmen Gebäuden, wie dem Palazzo Comunale, dem Dom und dem Palazzo della Pretura, früher Capitano del Popolo. Im gotischen Palast Neri-Orselli in der Via Ricci befindet sich das Stadtmuseum.
Nicht versäumen darf man einen Besuch in der am Fuße der Stadt gelegenen Kirche von St. Biagio, dem Meisterwerk von Antonio da Sangallo dem Älteren (1518-45). Die Kirche, eines der wichtigsten Bauwerke der Renaissance, ist eine harmonische Konstruktion nach Art des griechischen Kreuzes, gekrönt von einer hohen Kuppel und mit einer Front, die von zwei alleinstehenden Türmen gesäumt ist.
Nach 5 km in Richtung Chianciano erreicht man die Thermen von Montepulciano mit ihrem schwefelhaltigen Wasser, das auch reich an Bikarbonat und Magnesium ist.

San Gimignano
Ein beschauliches Städtchen, das sich auf einem Hügel über dem Valdelsa erhebt, im Herzen einer blühenden Landschaft. San Gimignano hat sich den mittelalterlichen Charakter erhalten und ist von zahlreichen Türmen gekennzeichnet. Darum ist es einer der bekanntesten Orte in der Toskana und das Ziel zahlreicher Touristen.
Ursprünglich etruskisch, hat San Gimignano den Namen des 385 gestorbenen Bischofs von Modena angenommen. Der Ortskern dehnte sich aus bis zur maximalen Größe im Jahre 1000, als es eine eigene Gemeinde wurde. In dieser Zeit wurden, abgesehen von der Verstärkung des Ortes durch weitere 2km Mauer, edle Paläste mit mächtigen Türmen errichtet, teilweise der prunkvollen Zurschaustellung oder Verteidigung dienend, aber zunehmend auch als Turmwohnung gedacht. Von den ursprünglich 72 Türmen existieren heute noch ca. 15, die der Stadt auch ihre Einzigartigkeit verleihen.
San Gimignano schuldet seine Bekanntheit der mittelalterlichen Atmosphäre die man überall verspürt, in den Geschäften der Künstler und Handwerker, der Töpfer und Goldschmiede, in den charakteristischen Gässchen, die sich zwischen den kleinen Plätzen und Häusern durchziehen, und einen in die Zeiten der Kämpfe ziwschen den Guelfen und den Ghibellinen zurück versetzen. Zahlreiche Filme vor mittelalterlicher Kulisse wurden in San Gimignano gedreht.
Einen besonderen Besuch wert sind der Piazza della Cisterna, der Piazza del Duomo mit den ihn umgebenden Häusern, das Kollegium und S. Agostino. Der Piazza della Cisterna hat seinen Namen von der Zisterne aus dem zweiten Jahrhundert, die sich in dessen Mitte befindet, der Piazza del Duomo ist das bauliche Zentrum der Stadt, und alles zusammen mit Palästen und den anderen Türmen bildet eine geschlossene Einheit.
Das Kollegium von S. Maria Assunta ist ein romanisches Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert, das mehrere Male verändert und renstauriert wurde. Die Kirche des S. Agostino, romanisch-gotisch aus dem Ende des 13. Jahrhunderts birgt die Fresken von Benozzo Gozzoli, die das Leben des Heiligen und die Krönung von Maria del Pollaiolo darstellen. Der Palazzo del Popolo, auch Palazzo Nuovo del Podestà genannt, ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung. Besondere Beachtung gebührt auch den typischen Erzeugnissen von San Gimignano, wie der Vernaccia und der Safran. Der Vernaccia ist einer der am meisten geschätzten Weißweine Italiens und wird nur in der Gegend von San Gimignano erzeugt. Es war der erste italienische Wein, der 1966 die geschützte Herkunftsbezeichnung DOC, Denominazione di Origine Controllata, verliehen bekam.
Der Anbau des Safrans hat eine antike Historie: viele Dokumente zeugen von seiner Wichtigkeit für die Wirtschaft der Gemeinde San Gimignano im Mittelalter, als es bereits ein sehr teures Produkt war.
San Gimignano ist darüber hinaus bekannt für seine Veranstaltungen und Termine, mit dem "Estate Sangimignanese", dem Sommer von San Gimignano, mit seinen Opern- und Konzertaufführungen auf dem Piazza Duomo.

Siena
Eine der schönsten toskanischen Städte, berühmt für den Piazza del Campo, auf dem jedes Jahr am 2. Juli und 16. August das Pferderennen "Il Palio di Siena" stattfindet, das wichtigste Fest der senesischen Tradition. Die Festlichkeiten beginnen bereits mindestens eine Woche vorher, und enden für den Siegerstadtteil erst Monate danach. Gemeinsame Essen im Stadtteil, Veranstaltungen und Musik.
Ursprünglich war der Platz eine große Wiese, daher der Name "Campo", und er hat die Form einer Muschel. Dort befindet sich der wichtigste Brunnen Fonte Gaia, berühmt für seine Position innerhalb des Platzes, für seine voereckige Form und die künstlerischen Arbeiten. Die Tafeln des Brunnens wurden von Jakob aus Quercia geschaffen.
In jedem Stadtteil gibt es einen Brunnen, der das jeweilige Abzeichen des Stadtteils trägt, und heute für Tauffeiern benutzt wird, während er früher als Wasserquelle diente. Fontebranda ist der älteste Brunnen in Siena, Fonte d'Ovile, ist ein sehr interessantes Bauwerk, das man unbedingt besichtigen muss, erbaut als Bogenhalle um Wasser für künstlerische oder landwirtschaftliche Zwecke zu holen. Der Fonte del Casato befindet sich im Stadtzentrum, ist aber schwierig zu finden. Dies sind nur einige der zahlreichen Brunnen in Siena.
Für Kunstliebhaber gibt es viel zu besichtigen, Palazzo dell Papesse, ein Museum, das zeitgenössische Kunst ausstellt. Das Museum der Esecutori Pie Disposizioni zeigt eine interessante Sammlung von Kunstwerken der senesischen Schule aus dem 14. bis 18. Jahrhundert.
Von bemerkenswertem Interesse ist das Baptisterium, in dem sich Bronzetafeln befinden, die das Leben von Sankt Johann Baptist (San Giovanni Battista) zeigen. Der Dom beherbergt die Piccolomini-Bücherei, mit Büchern, die Kunstwerke und Fresken darstellen, die von Papst Pius II erzählen. Auch die Synagoge auf dem Piazza del Campo ist sehenswert.
Das sind nur einige der Sehenswürdigkeiten, die man in Siena besichtigen kann. Wir empfehlen als Reisezeit den Frühling oder Herbst, und mehr als einen Besuch in Siena, sicherlich lohnenswert.
Nur 8km vom Agriturismo il Moro in Richtung Florenz, an der ersten Ausfahrt nach Siena, befindet sich links die Via Massetana, eine Straße mit einer großen Auswahl an Geschäften um Shoppen zu gehen.